Neill Young “heart of gold” (Song ab 1.47min)

“Lebe deine Träume“ höre ich immer wieder, auch von Neill Young mit seinem „goldenen Herzen.“

Aber um die zu leben muß man sie erst einmal kennen. Und dazu braucht man Freiheit, Zeit…zu träumen, zu spüren, spontan mal drauf los zu gehen und sich von der Intuition und den Umständen leiten zu lassen.

Für manches und für manchen gibt es einen „Call“ (wake up call…final call for lieght number…).

Da klopft die Existenz tatsächlich an die Tür und sagt „Komm mein Junge oder mein Mädel, wir haben was vor!“

Mir ging es so beim Reisen, Richtung Indien fast immer. Die erste fing in einer Bahnhofsbuchhandlung an. Ein Polyglott-Reiseführer über Sri Lanka mußte sofort gekauft und verschlungen werden.

Schnell die Ausbildung beendet, 3 Monate bei der Post Pakete sortiert für´s Reisegeld…und ab an die Autobahn gestellt, Daumen raus…und 5 Wochen später war ich vor Ort.

Der „Call“ der Existenz Richtung Osten war da wohl wegen einem indischen Guru, der mit seiner Präsenz. Liebe und Bewußtheit mein Leben entscheidend änderte, aber das erst viel später.

Jeder hat einen Weg der auf einen wartet…man sollte ihn nicht aus den Augen verlieren.

Ehe, Karriere…man ist so schnell dabei, der Schafherde zu folgen. Wie war das mit der Schafherde? – Folgst du ihr, kannst du nur den Ärschen folgen! Oder in deren Scheiße laufen. Knallhart, aber doch was dran, oder?

Ich möchte wachzurütteln, und mit seichtem Geplätscher geht das oft nicht.    „I fell into a burning ring of fire“  ist doch das was wir letztlich wollen…intensiv leben.

Man muß doch nicht erst 65 sein um zu begreifen daß die Ehe eine vollkommen unnatürliche Einrichtung von Religion und Staat ist, zum Zwecke der Kontrolle und letztlich Ausbeutung.

Nichts dagegen mit einem Partner auch ein Leben lang zusammen zu sein und „durch Dick und Dünn“ zu gehen. Aber solche Konstellationen sind von Natur aus eher selten: in der Regel kommt und geht die Liebe.

Von wegen „Marmor, Stein und Eisen bricht…so eine Lüge, so eine irrwitziger Schmarren. Die Ehe ist eine tiefe Konditionierung, eine Beleidigung für die Schöpfung.

Ich glaube diesen Blödsinn, der Nachbar glaubt es, alle glauben es…und alle zwingen sich ihr Leben lang dazu durchzuhalten. Und was dabei raus kommt sind Magengeschwüre, Schuldgefühle, unglückliche Kinder, und andere Unannehmlichkeiten. Ehe ist sich zu enge Schuhe anzuziehen und sich damit abzuquälen. Und Scheidung ist die irgendwann auszuziehen und wieder happy zu sein.

Polygam ist normal, aber natürlich sollte daraus keine Weltanschauung gemacht werden. Wer nicht will der will nicht. Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Und zu manch einem passt es auch vielleicht nicht.

Aber Vorsicht: allzu leicht kaschiert man seine Ängste vor Neuem und vor allem vor der Freiheit. Jeder will sie, aber wer ist bereit sie auch anzunehmen und zu leben?

Das Leben ist ein Regenbogen der Möglichkeiten

Es geht darum möglichst viele Optionen zu haben, immer. Je mehr Optionen mir zur Verfügung stehen, desto besser finde ich was zu mir passt, was mir Spaß macht, was meiner Energie, meinem Wesen entspricht. Leicht ist richtig!

Du willst Verbindlichkeit? – Sie entsteht genau dadurch,  durch Freiheit, und nicht durch Zwänge.

Wollte ich aber gar nicht drauf kommen auf diese Thematik. Nur im Zusammenhang mit „Träume leben“, „Potential leben“ … das kannst du am besten wenn du frei bist.

Der Mensch ist von der Natur gemeint frei zu sein. Und in der Freiheit hat er alle Möglichkeiten.

Was ein Nährboden für Missverständnisse! Von wegen frei sein bedeutet sich der Verantwortung zu entziehen. Alles Tricks des Verstandes. Das Umgekehrte ist der Fall, üblicherweise.

Warum üblicherweise? – Weil alles Kopf steht. Die Gesellschaft, das System…Moral…Ball paradox eben.

Was eine Entdeckungsreise, all das auszuloten…für sich…Schlüsse zu ziehen…keine Kompromisse mehr zu machen…zu atmen, zu lachen, zu leben.

Erst die Ehe weg, dann die Beziehungen weg und dann sogar die Freundschaften…und was bleibt ist Freundlichkeit. Und die beinhaltet alles mögliche, läßt alles offen.

Was eine Quelle an Stärke, all die Lebenselemente, die uns so hübsch in einen Raum platziert worden sind und in Gut und Schlecht eingeteilt worden sind, um in diesem Raum den gesellschaftlichen Vorgaben gemäß zu funktionieren…seinem eigenen Gusto und Verständnis gemäß zurecht zu rücken…und auszusortieren.

Was eine Freude: eine Mülltonne, real oder  vor dem geistigen Auge…alles hinein, was nicht gebraucht wird, und das ist vieles.

Zurück zum Wesentlichen, und darin seine Stärke spüren. Und geschehen lassen was geschehen möchte.

Und auf diese Weise kann sich alles entfalten…das Potential, das Wesen. „Die Natur kapieren und kopieren“ sagte schon Victor Sch(l)auberger.

 

„Die Wiederentdeckung des Lebendigen“