Jörg Elten, der in den 60ern und 70ern bekannte Star-Reporter bei STERN, der dann ja zu OSHO (Bhagwan) nach Pune ging und fortan Satyananda hieß…schrieb neben seinem Bestseller „Ganz entspannt im Hier und Jetzt“ auch „Karma und Karriere“. So kam ich drauf.

Aber zurück zur Definition. Kann man ja auch ergoogeln, wobei die Wikipedia zunehmend zum politischen Instrument wird und somit Vorsicht geboten ist.

KARMA, was bedeutet Karma für mich, der ich seit über 40 Jahren in indischen Gefilden unterwegs ist?

Vielleicht wieder mal am besten mit einem Computer zu vergleichen. KARMA ergibt sich aus dem Inhalt unserer Festplatte. Da wo alles gespeichert ist…also die Geschehnisse und Taten eines ganzen Lebens, wie die Flugdaten in einer „Blackbox.“

Diese unsere Daten werden in zunehmendem Alter abgeglichen. Warum im „zunehmenden Alter?“ Je älter wir werden, desto mehr wird sich unser Tun, unsere Lebensweise in Gesundheit, Gemüt, Verhalten zeigen. In unserem Frohsinn, in Weisheit, Güte, Mitgefühl.

Was haben wir gemacht mit all den Möglichkeiten? Haben wir menschliche Qualitäten gefördert, entwickelt? Haben wir geliebt, sind wir authentisch, rebellisch, spielerisch, unernst, vorwiegend entspannt gewesen und haben das Leben zu genießen gewußt?

Unser Sein, also das was wir aus unserem Leben gemacht haben, wird abgeglichen mit den Naturgesetzen. Haben wir sie beachtet? Haben wir unser Potential ausgeschöpft, unsere Aufgabe erfüllt?

Ich frage mich all dies und sehe meine Mankos. Mitgefühl? Liebe? – Da sind noch reichlich Baustellen, und nicht nur dort. Darf sich denn jemand der da noch mitten auf dem Weg ist derart äußern? – Vielleicht doch, wenn er ehrlich seine Situation und Erfahrungen weiter gibt.

Auch in mancher Hinsicht „hinterher hinkend“ darf ich sagen weil es eben meiner Erfahrung entspricht: es lohnt sich unterwegs zu sein, sich um Bewußtsein zu bemühen, Licht ins Dunkel zu bringen.

Karma erscheint mir vor wie ein Spiegel. Der wird uns vorgehalten, und es ist an uns, ihn nicht zu ignorieren sondern ihn wahr zu nehmen, und das was er uns vorspiegelt, also die Wahrheit über uns,  zunächst anzunehmen, zu akzeptieren. Ja und dann möchte der Spiegel natürlich geputzt und gepflegt werden.

Ein lebenslanger Job, aber lohnend.

 

„Die Wiederentdeckung des Lebendigen